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Das Quintett Katom

KatomDas Quintett Katom wurde 2019 in Basel gegründet und brachte fünf junge Künstler:innen aus verschiedenen Ecken der Welt in einem musikalischen Ensemble zusammen. Sie begannen mit der Zusammenarbeit an ihren Kompositionen und erkundeten deren Grenzen auf der Suche nach ihrer eigenen musikalischen Ästhetik.

Der Leader und Kontrabassist der Band, Nadav Erlich, stammt aus Israel und hat soeben seinen Master in Performance am Jazz Campus Basel absolviert.

Der Trompeter des Ensembles James McClure ist aus Südafrika, seine Kompositionen sind von Geschichten, eigenen Erinnerungen und Lebenserfahrungen inspiriert.

Francesca Gaza, italienisch-deutscher Herkunft mit rumänischen Wurzeln, ist die Stimme des Quintetts und eine vielseitige Interpretin eines Repertoires, das von der Alten Musik bis zum Jazz und von der klassischen Musik bis zum Pop reicht.

Der Schlagzeuger der Gruppe, Jordi Pallarès, kommt aus Spanien. Aufgewachsen mit einem Hintergrund in klassischer Musik und Rock, befindet sich zur Zeit im Masterstudiengang am Jazz Campus in Basel.

Martín Theurillat ist sowohl jurassischer als auch chilenischer Abstammung. Als junges Gitarrentalent beweist er sein Können in verschiedenen musikalischen Bereichen und konzertiert in den Genres Klassik, Jazz und Latin.

Die Musik von Katom eine intensive Klangdichte. Die Verwendung von atmosphärischen Nuancen, die Einmischung von abwechselnd improvisierten und durchkomponierten Jazz-Passagen und die Integrierung von volkstümlichen Songzyklen erzeugen eine dynamische Resonanz mit den Zuhörern, die von der Band in unerforschte Territorien von Klangfarbe und Harmonie geführt werden.

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Der bird’s eye jazz club

the bird’s eye jazz club, Basel

The bird’s eye jazz club, Basel

Der bird’s eye jazz club öffnet seine Türen auf Initiative seines Gründers Stephan Kurmann mit Unterstützung von zahlreichen Mithelfer:innen erstmals am 21. Juli 1994 an der Elsässerstrasse 184 im ehemaligen Bell-Areal. Heute liegt er im städtischen Treiben, unmittelbar neben dem Barfüsserplatz und unter dem Musikmuseum Basel, im mittelalterlichen Lohnhof mit Eingang am Kohlenberg. Die Stiftung Lohnhof hat mit viel Enthusiasmus und Aufwand aus der ehemaligen Gefängnisturnhalle ein stimmungsvolles, einzigartiges Lokal geschaffen.

Rund hundert Zuhörer:innen können allabendlich ausser Sonntag und Montag hier Live-Jazz geniessen. Während der Werktage werden vorwiegend Konzerte von lokalen und Schweizer Bands programmiert. Am Wochenende konzertieren internationale Musiker:innen verschiedenster Herkunft, darunter auch bekannte Stars.

Was das Programm abwechslungsreich und spannend macht, entspringt auch den vielfältigen Kooperationen, die zusammen mit Veranstalter:innen wie der Jazz-Abteilung der Hochschule für Musik, dem Festival Culturescapes, dem Zentrum für Afrikastudien, dem Musikmuseum und Jazz-Veranstaltern der Stadt wie dem Jazzfestival off beat oder Jazz-Katalyst pflegen.

Der Club kümmert sich auch um den Nachwuchs: Seit 2002 bietet das bird’s eye Workshops für Schulklassen in der Reihe „Jazz für die Schule“ an. Schüler:innen erleben dabei hautnah und in authentischer Atmosphäre die Interaktion in der Jazz-Musik. 2003 starten auch Kurse für Erwachsene, bei denen die Teilnehmenden von Musiker:innen in die Geheimnisse der Jazz-Musik eingeführt werden. Dazu kann man während der Veranstaltungstage mit den Künstler:innen der Woche in anregenden Austausch kommen. Die Konzert-Einführungen mit den Musiker:innen runden die Angebotspalette ab.

Zur Webseite des Bird’s Eye Jazz Clubs und zum Kartenvorverkauf

Ein Bericht über das Festival TEXTUR aus dem Binninger Anzeiger

Paloma y Manuel

© Dirk Letsch

«Am Samstag 10. September 2022 startete in der St. Margarethenkirche das neue Festival TEXTUR, Alte Musik in neuen Kombinationen. Nach einer didaktisch fesselnden Einführung durch die Musikwissenschaftlerin Marie Verstraete erzählte das französische a capella Frauenensemble «Les Élancées» in mittelalterlichen Liedern auf Lateinisch, Altfranzösisch und Okzitanisch vom Ungehorsam («Désobéissances») in all seinen Formen, von biblischen bis hoch erotischen Themen. Die makellose Stimmführung der Einzelstimmen war ausgebaut mit Wärme und Tiefe im Timbre, die Phrasierung natürlich, die Diktion klar. Jede Sängerin hatte ihren eigenen Stimmcharakter, und dennoch leuchtete im Unisono eine tiefgründige Homogenität. Mit drei eingestreuten freien Improvisationen gelang es «Les Élancées», die Jahrhunderte im Nu zu überbrücken und den Zuhörer in eine mittelalterlich inspirierte, modern und unverbraucht wirkende Gegenwartsmusik zu holen.

Mit den Liedern des Troubadours Bernart de Ventadorn entfesselte die spanische Sängerin Paloma Gutiérrez del Arroyo zusammen mit dem Spezialisten für frühe Harfen, Manuel Vilas, ein Feuerwerk aus «joi» und «amor», Lebensfreude und Liebe. Die zarten und intensiven Liebes- und Leidenslieder gingen unter die Haut. Das ganze Spektrum der Gefühle deckte die helle und fein ziselierte Stimme von Paloma Gutiérrez del Arroyo virtuos ab, wobei auch Witz und Schalk nicht zu kurz kamen. Erstaunlich die Virtuosität, mit welcher Manuel Vilas mit seiner aus Bildern mittelalterlicher Codices rekonstruierten Harfe die Sängerin begleitete. Seine perlenden Saitenklänge umschmeichelten die Gesangsstimme perfekt und tänzelten gekonnt im Auf und Ab der Gefühle mit.

Das junge Festival TEXTUR hat eine musikalische Brücke geschlagen: Die Jahrhunderte tiefen Wurzeln unserer abendländischen Musik wurden uns gegenwärtig gemacht durch kreative Interpretationen.»

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(Text von Philipp Tschopp)

Das Musikmuseum Basel

Musikmuseum BaselDas Historische Museum Basel besitzt mit über 3300 Objekten die grösste Musikinstrumentensammlung der Schweiz. Im Musikmuseum werden etwa 650 europäische Instrumente aus fünf Jahrhunderten präsentiert; von der ältesten Trommel datiert 1571 bis hin zu einer Hammond-Orgel der 1960er Jahre. Das ermöglicht einerseits, die Entwicklungsgeschichte verschiedener Instrumente zu entdecken; es ist zu beobachten, welche Wege die Instrumentenbauer gegangen sind, ihre Experimentierfreude, mit der sie Veränderungen gestalten, um neue und besondere musikalische Effekte zu schaffen.

Die Ausstellung wird von über 200 Musikbeispielen begleitet, die das Publikum über ein interaktives Informationssystem selbst auswählen kann. Dadurch werden die historischen Musikinstrumente zum «klingen» gebracht. Im Spielraum kann mit verschiedenen Musikinstrumenten experimentiert und die Tonerzeugung beobachtet werden.

Der Gebäudekomplex, in dem sich das Musikmuseum befindet, hat selbst eine sehr lange Geschichte von fast 1000 Jahren; zuerst Kloster, dann Gefängnis und jetzt unter anderem ein Museum. Bei dem Umbau zum Museum wurden die architektonischen Spuren der früheren Nutzung bewahrt. Indem historische Instrumente aus der Sammlung oder Kopien von historischen Instrumenten an diesem Ort gespielt werden, lässt man sich für einen kurzen Moment in die Vergangenheit versetzen.

Lassen Sie sich beim Konzert von der Musik in eine andere Welt entführen. Schliessen Sie kurz die Augen und geniessen Sie alte Musik an diesem bedeutenden historischen Ort. Dann versuchen Sie, bei der Führung die gespielten Instrumente in unserer Sammlung zu finden. Sie werden da sein! Am kommenden Sonntag haben Sie die Möglichkeit, das Musikmuseum in vielen verschiedenen Facetten zu erleben.

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(Text aus einem Interview mit Eftychia Rompoti)

Ann Allen (Ensemble „Alta Bellezza“)

Ann AllenAnn näherte sich der Musik schon in jungen Jahren, als ihre Mutter ihr eine Blockflöte schenkte. Diese Gabe war wegweisend für ihre spätere Karriere, denn von diesem Tag an hörte sie nicht mehr auf, Musik zu machen.

Trotz einer engagierten Pflege der Barockmusik fühlte sie sich im Laufe der Jahre mehr und mehr zum mittelalterlichen Repertoire hingezogen und fand ihre endgültige Berufung beim Studium dieser Musikperiode, unter anderem wegen dem Genuss der reinen Quinten und der Spannung, die das pythagoreische Temperament mit sich bringt. Ann findet immense Freude an der grossen Interpretationsfreiheit, die dieses Repertoire bietet.

Als Musikerin möchte Ann dem Publikum helfen, den Alltag zu vergessen und in eine andere Welt versetzt zu werden, damit es inspiriert und emotional berührt wird. Ihr Auftritt mit dem Ensemble „Alta Bellezza“ am Sonntag, den 11. September um 11:15 Uhr ist eine gute Gelegenheit, dieses kathartische Musikerlebnis zu erfahren.

Mehr zum Ensemble „Alta Bellezza“

(Text aus einem Interview mit Ann Allen)

Die St. Margarethenkirche

Laut einer volkstümlichen Legende, ist die St. Margarethen-Kirche auf dem Gipfel von Binningen, zusammen mit der St. Chrischona-Kirche und der St. Ottilia-Kirche, eine Kirche, die die drei Hügel, zwischen denen sich Basel erstreckt, miteinander verbindet.

St. Margarethenkirche

© Michael D. Schmid

Die Besonderheit dieser Kirche ist ihre als Winkelhakengrundriss bekanntes architektonischen Struktur. Solche Kirchen bestehen aus zwei Schiffen, die im rechten Winkel zueinander stehen, in denen der Altar sich im Kreuzpunkt befindet. Die St. Margarethenkirche und die Reformierte Kirche im Wintersingen sind die einzigen beiden Winkelkirchen in der Schweiz.

Der Bau der Fundamente der heutigen Kirche geht etwa auf das 9. und 10. Jahrhundert zurück. Erst am 19. Juli 1671 beschloss der Rat der Stadt Basel, die Kirche durch ein Projekt von Jakob Meyer zu erweitern. Mit Ausnahme der Nordwestwand wurde das alte Gebäude bis auf die Fundamente demontiert und neu aufgebaut. An den Wiederaufbau erinnert eine Gedenktafel über dem Haupteingang.

Heutzutage ist die St. Margarethenkirche auch Veranstaltungsort eines umfangreichen Musikprogramms. Unser Festival TEXTUR und das von unseren Künstlern angebotene Repertoire ist die ideale Gelegenheit, die charakteristische musikalische Atmosphäre dieser Zeit in dieser Kirche zu erleben.

Paloma Gutiérrez del Arroyo

Paloma Gutiérrez del Arroyo

© R. Guantes

Wer Paloma im Konzert erlebt hat, würde wohl nie vermuten, dass die charismatische Vollblut-Musikerin anfangs eine ganz andere Laufbahn eingeschlagen hatte. Sie hatte bereits ein Chemiediplom und einen Doktor in Biophysik in der Tasche, als sie beschloss, aus ihrer Leidenschaft ihren Beruf zu machen.

Nach ein paar intensiven Jahren der Ausbildung bei den namhaftesten Spezialisten für Mittelaltermusik begann sie bald, in ganz Europa Konzerte zu geben, unter anderem mit den Ensembles Puy de sons d’autrefois, Ensemble Oiet und mit dem Frauenquartett Cantaderas.

Seit 2011 engagiert sich Paloma für die Verbreitung des mittelalterlichen Manuskript-repertoires und seiner Interpretation. Die von ihr im Jahr 2017 in Madrid gegründete Schule fokussiert sich auf die Vermittlung der mittelalterlichen Musik und der mündlich überlieferten Musiktradition.

Es ist bezaubernd zu sehen, wie es Paloma gelingt, mit ihrem ausdrucksstarken und von einem persönlichen Relief erfüllten Interpretation Noten und Texte zum Leben zu erwecken. Genauso betörend ist es, ihre Leidenschaft bei ihrer pädagogische Tätigkeit zu erleben.

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BENJAMIN BAGBY Special Guest des Festivals

Benjamin Bagby

© J. Ritter

Welche Ehre, für seine erste Edition darf das TEXTUR Festival eine Ikone der Mittelalter-Musikszene begrüssen! Benjamin Bagby ist allen jungen Musiker:innen in Basel ein Begriff und für viele ist er Vorbild und Mentor zugleich. Im Laufe seiner über 40-jährigen Karriere hat der Begründer des Ensembles Sequentia nicht nur wegweisende Interpretationen des gesamten mittelalterlichen Repertoires und zahlreiche Aufnahmen hervorgebracht. Er hat auch weltweit als Pädagoge gewirkt und seinen Schüler:innen seine Begeisterung weitergegeben. Bei der Podiumsdiskussion im bird‘s eye jazz club am 11. September wird er den anwesenden Musiker:innen und dem Publikum Einblick geben in seine Vision einer zeitgemässen Aufführungspraxis alter Musik. Save the date!!
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